Teer gehört auf die Straße und nicht auf die Felge!

Wie im letzten Blog-Eintrag versprochen, kommt hier mit leichter Verzögerung die Fortsetzung der Felgenaufbereitung. Beim letzten Mal ging es dem Flugrost / Bremsstaub auf der Felgenrückseite an den Kragen, heute geht es um die schwarzen, hässlichen Teerflecken.

Wer im letzten Beitrag genau hingeschaut hat, wird speziell auf dem Felgenbett diverse schwarze Pünktechen entdeckt haben, welche auch nach der Behandlung mit IronX noch vorhanden waren. Hier nochmal ein Bild aus dem Bericht:

Besonders im rechten Bereich des Klebegewichts kann man es ganz gut erkennen. Aus anderer / näherer Perspektive fällt es dann schon stärker ins Gewicht: 

Teerflecken kommen – man mag es sich schon gedacht haben - vom Teer auf der Straße. Es reicht schon aus, daß man mit seinem Wagen durch einen kleinen, frisch ausgebesserten Straßenabschnitt fährt und schon hat man die hässlichen Flecken auf den Felgen oder auch am Autolack kleben. Auf Grund unseres bundesweiten Flickenteppichs auf den Straßen sind Teerflecken also keine Besonderheit mehr – sehr zum Leidwesen der Autobesitzer!

Das Hauptproblem ist, daß kaum ein Autofahrer seinen Wagen nach jeder Fahrt auf solche Teerverschmutzungen überprüfen wird. Gerade im Winter, wo der Wagen naturbedingt meistens verschmutzt ist, würde das auch gar nicht sofort auffallen. Somit hat der Teerfleck genügend Zeit um in Ruhe auf Euren lackierten Flächen auszuhärten. Spätestens bei der nächsten Wäsche fällt das Elend dann bei der Reinigung auf – dann ist es im Normalfall zu spät für eine einfache Entfernung.

Grundsätzlich würde bei dieser Art von Oberflächenverschmutzungen eine Lackknete Abhilfe schaffen. Diese kann sämtliche AUF DEM LACK sitzende Verunreinigungen entfernen. Leider haben Teerflecken die Eigenschaft, sich zum Teil mehrere Millimeter dick auf den Lack zu setzen, was für die Knete mitunter zu einer schweren Aufgabe werden kann!

Um sich die Arbeit, die ja nicht selten in anstrengenden Posen auf den Knien oder in gebückter Haltung durchgeführt wird, zu erleichtern, wurden spezielle Teerentferner entwickelt. Unser Favorit in diesem Segment ist der CarPro TarX, welcher zusätzlich auch zur Entfernung von Insekten vor der Wäsche verwendet werden kann. Aber wir befassen uns heute mit dem Teer! Die Anwendung auf unserer Felge steht sinnbildlich natürlich für alle lackierten Flächen.

Der stark nach industriellem Zitronenduft riechende Reiniger wird auf die trockene Fläche großzügig aufgesprüht (bei Bedarf wiederholen):

Man erkennt nach wenigen Sekunden bereits, daß der Teerklumpen angelöst wird:

Der Reiniger sollte 2-3 Minuten einwirken. Dabei ist unbedingt wie beim Flugrostentferner IronX darauf zu achten, daß nichts antrocknet!

Nun wird der angelöste Teerfleck mit einem Mikrofasertuch abgewischt:

Je nach Intensität des Schmutzes reicht hier oftmals ein Wisch aus um alles restlos zu entfernen. Sollten noch Überreste vorhanden sein einfach nochmal mit TarX einsprühen und leicht nachreiben.

Dann sollte aber spätestens das Problem gelöst sein:

Final sollten die eingesprühten und gereinigten Partien nochmals großflächig mit Wasser abgespült werden um alle Reste des Reinigers zu entfernen.

Bei extremen Verkrustungen kann jetzt optional noch die Lackknete eingesetzt werden um dann endgültig alle Teerreste vom Lack zu entfernen.
Übrigens lassen sich auch wunderbar alte Klebereste, wie zum Beispiel Unterbodenschutz, Klebstoff von Felgengewichten usw. mit dem TarX entfernen!

Marmorstein und Eisen bricht…

… aber unsere Felgen nicht!

Entschuldigt bitte diesen Aufmacher, aber “Reim dich oder ich schlag dich” hat schon immer irgendwie funktioniert. ;-)

Da sich nach dem kurzen aber salzigen Wintereinbruch endlich der Frühling zeigt, wird es jetzt auch für die meisten Autofahrer Zeit,  das oftmals hässliche Winterkleid gegen die fesche Sommermode einzutauschen. Spätestens beim / vor dem Räderwechsel sollten die Sommerfelgen nochmal einer Rundumkur unterzogen werden. Wer sogar im Winter auf Alufelgen unterwegs ist, sollte diese natürlich auch entsprechend reinigen.

In unserem Beispiel haben wir eine handelsübliche 17″ Alufelge mit nunmehr über 7 Jahren auf dem Felgenbuckel. Diese wird i.d.R. von März bis November auf der Straße bewegt und ordentlich gepflegt. Doch ein jeder weiß, daß die Rückseite der Felge (Speichen, etc.), dank diverser Vertiefungen und schwerer Erreichbarkeit, nach jeder Saison mit Bremsstaub besetzt ist und einer Reinigung bedarf.

An unserem Beispiel wurde das Innenbett bereits gereinigt. Es sind lediglich die eingebrannten Reste in den Vertiefungen zurückgeblieben. Diese wären in vielen Fällen durch den Einsatz eines Felgenreinigers gut zu beseitigen, heute möchten wir aber den sehr wirkungsvollen Flugrostentferner “IronX” vorstellen.

IronX löst auf lackieren Flächen metallische Rückstände an. Durch die Reaktion verfärbt sich der Reiniger rötlich und bestätigt so metallische Rückstände. Gerade Bremsabrieb, welcher u.a. auch Metall enthält, ist dadurch ein gefundenes Fressen für dieses Produkt.

Direkt der gut gemeinte Hinweis: Lasst Euch von der wunderbaren Herstellerbeschreibung, welche einen “frischen Blumenduft” (oder mittlerweile auch andere Duftbeschreibung) verspricht, nicht ins Boxhorn jagen. Das Produkt STINKT ERBÄRMLICH! Faule Eier wären wahrscheinlich die passendere Beschreibung, dürfte aber wohl bei der Bewerbung eher abschreckend wirken ;-) Wer also eine empfindliche Nase hat, sollte hier ggf. Atemschutz tragen. Handschuhe wären ebenfalls empfehlenswert, diese haben wir in unserer Anwendung sträflich vergessen…

IronX auf die Fläche sprühen:

Je nach Bedarf mit Schwamm, Pinsel oder Bürste bearbeiten (hier mit dem Clean Wheel Lug Nut Felgenpinsel) um die Reinigungsleistung zu unterstützen. Hier sieht man auch bereits die stattgefundene Reaktion mit dem Metallabrieb!

Nach der vorgegebenen Einwirkzeit (NIE ANTROCKNEN LASSEN!) hat man meistens ein mittelschweres Blutbad angerichtet:

Dann wird die Fläche gründlich mit starkem Wasserstrahl abgespült und je nach Bedarf nochmal mit einem Schwamm / Handschuh nachgewischt:

Es bleibt in unserem Fall eine nahezu klinisch saubere Felgenrückseite zurück, der man die 7 Betriebsjahre kaum ansieht (von der Zentrierung mal abgesehen *hust*).

Daß dies ebenso auf dem normalen Autolack funktioniert, haben wir bereits mit dem nachfolgenden Foto in unserem “Heavy Metal on the Road” Blogeintrag gezeigt:Reaktion von CarPro IronX auf FlugrostEntscheidend ist, daß der Flugrostentferner bei stärkerem Flugrostbefall (gerade auf dem Autolack) nur eine Ergänzung im Reinigungsablauf sein kann. Vor allem wenn man mechanische Einwirkung durch Bürsten etc. vermeiden will, ist nach der Reinigung durch IronX in nahezu allen Fällen zusätzlich die Anwendung einer Lackknete (z.B. Magic Clean oder Meguiars Quik Clay) notwendig um alle Rückstände vom Lack zu beseitigen. Dennoch gibt es unserer Meinung nach hier keine bessere Alternative und somit ist IronX für alle Flugrost-Geplagten (abgesehen vom “Fresh Flower Scent”) ein echter Segen!

PS: Der geneigte Betrachter hat vielleicht auf dem ein oder anderen Felgenbild schwarze Punkte auf dem Innenbett entdeckt. Diesen Teerflecken widmen wir uns in wenigen Tagen im unserem nächsten Blogeintrag! :-)