Marmorstein und Eisen bricht…

… aber unsere Felgen nicht!

Entschuldigt bitte diesen Aufmacher, aber “Reim dich oder ich schlag dich” hat schon immer irgendwie funktioniert. ;-)

Da sich nach dem kurzen aber salzigen Wintereinbruch endlich der Frühling zeigt, wird es jetzt auch für die meisten Autofahrer Zeit,  das oftmals hässliche Winterkleid gegen die fesche Sommermode einzutauschen. Spätestens beim / vor dem Räderwechsel sollten die Sommerfelgen nochmal einer Rundumkur unterzogen werden. Wer sogar im Winter auf Alufelgen unterwegs ist, sollte diese natürlich auch entsprechend reinigen.

In unserem Beispiel haben wir eine handelsübliche 17″ Alufelge mit nunmehr über 7 Jahren auf dem Felgenbuckel. Diese wird i.d.R. von März bis November auf der Straße bewegt und ordentlich gepflegt. Doch ein jeder weiß, daß die Rückseite der Felge (Speichen, etc.), dank diverser Vertiefungen und schwerer Erreichbarkeit, nach jeder Saison mit Bremsstaub besetzt ist und einer Reinigung bedarf.

An unserem Beispiel wurde das Innenbett bereits gereinigt. Es sind lediglich die eingebrannten Reste in den Vertiefungen zurückgeblieben. Diese wären in vielen Fällen durch den Einsatz eines Felgenreinigers gut zu beseitigen, heute möchten wir aber den sehr wirkungsvollen Flugrostentferner “IronX” vorstellen.

IronX löst auf lackieren Flächen metallische Rückstände an. Durch die Reaktion verfärbt sich der Reiniger rötlich und bestätigt so metallische Rückstände. Gerade Bremsabrieb, welcher u.a. auch Metall enthält, ist dadurch ein gefundenes Fressen für dieses Produkt.

Direkt der gut gemeinte Hinweis: Lasst Euch von der wunderbaren Herstellerbeschreibung, welche einen “frischen Blumenduft” (oder mittlerweile auch andere Duftbeschreibung) verspricht, nicht ins Boxhorn jagen. Das Produkt STINKT ERBÄRMLICH! Faule Eier wären wahrscheinlich die passendere Beschreibung, dürfte aber wohl bei der Bewerbung eher abschreckend wirken ;-) Wer also eine empfindliche Nase hat, sollte hier ggf. Atemschutz tragen. Handschuhe wären ebenfalls empfehlenswert, diese haben wir in unserer Anwendung sträflich vergessen…

IronX auf die Fläche sprühen:

Je nach Bedarf mit Schwamm, Pinsel oder Bürste bearbeiten (hier mit dem Clean Wheel Lug Nut Felgenpinsel) um die Reinigungsleistung zu unterstützen. Hier sieht man auch bereits die stattgefundene Reaktion mit dem Metallabrieb!

Nach der vorgegebenen Einwirkzeit (NIE ANTROCKNEN LASSEN!) hat man meistens ein mittelschweres Blutbad angerichtet:

Dann wird die Fläche gründlich mit starkem Wasserstrahl abgespült und je nach Bedarf nochmal mit einem Schwamm / Handschuh nachgewischt:

Es bleibt in unserem Fall eine nahezu klinisch saubere Felgenrückseite zurück, der man die 7 Betriebsjahre kaum ansieht (von der Zentrierung mal abgesehen *hust*).

Daß dies ebenso auf dem normalen Autolack funktioniert, haben wir bereits mit dem nachfolgenden Foto in unserem “Heavy Metal on the Road” Blogeintrag gezeigt:Reaktion von CarPro IronX auf FlugrostEntscheidend ist, daß der Flugrostentferner bei stärkerem Flugrostbefall (gerade auf dem Autolack) nur eine Ergänzung im Reinigungsablauf sein kann. Vor allem wenn man mechanische Einwirkung durch Bürsten etc. vermeiden will, ist nach der Reinigung durch IronX in nahezu allen Fällen zusätzlich die Anwendung einer Lackknete (z.B. Magic Clean oder Meguiars Quik Clay) notwendig um alle Rückstände vom Lack zu beseitigen. Dennoch gibt es unserer Meinung nach hier keine bessere Alternative und somit ist IronX für alle Flugrost-Geplagten (abgesehen vom “Fresh Flower Scent”) ein echter Segen!

PS: Der geneigte Betrachter hat vielleicht auf dem ein oder anderen Felgenbild schwarze Punkte auf dem Innenbett entdeckt. Diesen Teerflecken widmen wir uns in wenigen Tagen im unserem nächsten Blogeintrag! :-)

 

 

3 Gedanken zu “Marmorstein und Eisen bricht…

  1. Wie im vierten Absatz “… eingebrannten Reste in den Vertiefungen zurückgeblieben. Diese wären in vielen Fällen durch den Einsatz eines Felgenreinigers gut zu beseitigen” beschrieben, kann ich hier großes Lob an den grünen Alu-Teufel aussprechen. Dieser stinkt ebenfalls brutal, aber reinigt auch demenstprechend hervorragend, wie man es von vergammelten Felgen nie erwartet hätte. Es verblieben lediglich einige Reste, die dann wohl der Behandlung des TarX (Blog vom 20.03.) bedürft hätten. Ich hätte gerne auch ein paar Bilder zur Alu-Teufel-Wirkung gepostet ;-). Viele Grüße!

  2. Ja, “Alu-Teufel” ist ein gutes Stichwort: wie lässt sich der denn im Vergleich zum IronX einordnen: die Anwendungsmöglichkeiten des IronX scheinen ja wesentlich vielfältiger…ist aber denn die Wirkung(skraft) gerade bei Alufelgen gleich..?
    Und auch der danach im Blog vorgestellte TarX scheint neben der Felgenreinigung ja diverse andere Vorzüge zu haben (Insektenentfernung, Klebreste..).
    Ich nutze halt den “old-school” Alu-Teufel…muss ich also umsteigen?! ;)
    Beste Grüße!

    • Hi Oliver!

      Eine exakte Einordnung ist da immer nicht so einfach. Grundsätzlich gilt wie auch auf dem Lack die Vorgabe: Mit dem mildesten Mittel arbeiten was notwendig ist um die Verunreinigungen zu entfernen. Beispielsweise ist der Aluteufel ROT (weiß nicht ob damit der “Old School” gemeint war ;-) ) säurehaltig. Wenn Du Deine Felgen idR gut pflegst und regelmäßig reinigst, sollte so eine “Waffe” (ebenso wie das IronX) nicht oft notwendig sein. Wir verwenden die starken Produkte im Normalfall nur beim saisonalen Wechsel der Felgen oder eben starken Verschmutzungen. Für die regelmäßige, sanfte Felgenreinigung würden wir im Fall des Aluteufel auf die “Spezial” (grün) Version zurückgreifen. Ansonsten ist IronX natürlich auch sehr vielseitig, gerade wenn man nach dem Winter Flugrostpartikel auf den Lackpartien kleben hat.