Im letzten Teil unseres rückblickenden Bautagebuchs haben wir es schon angedeutet: Den ersten SCHNEE! Uns war allen klar, daß diverse Verzögerungen vor dem 1. Spatenstich unsere Haupt-Bauphase in die kalte Jahreszeiten schieben würde. Doch die Kälte und der erste Schneefall kamen - natürlich - genau zum unpassendsten Moment.

Dank der aktiven Zusammenarbeit von Baufirmen und Bauüberwachung wurde - kombiniert mit entsprechenden Materialien - Tag für Tag neu geprüft, welche Arbeiten stattfinden konnten und welche nicht. Leider resultierten daraus erneut  Verzögerungen, aber bei massivem Frost ist an Betonarbeiten eben nicht zu denken gewesen...

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Vor dem oben gezeigten Foto der "weissen Pest" konnte zum Glück bei besserem Wetter die Einschalung und diverse andere Arbeiten vorgenommen werden.

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Wie man durch den Frost-Wärme-Auftau-Mix sehen kann, wurde das vor Ort eine mittelschwere Schlammschlacht. Einen Fuß auf die Erde gesetzt und das Volumen des selbigen verdoppelte sich... Hatten wir schon erwähnt wie grausam es ist, die eigenen Fahrzeuge zu Baustellenfahrzeugen zu degradieren? :-(

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Aber wie gesagt, es ging immer irgendwie weiter bis zur Weihnachtszeit, wo sich dann verdienter Maßen auch die Arbeiter ein paar Ruhetage gönnten und bis ins Neue Jahr nicht mehr gearbeitet wurde. Natürlich machte das Winterwetter genau dann Pause um pünktlich im Januar wieder voll zuzuschlagen! Und erneut musste es wieder tauen um wenigstens ein paar Dinge weitermachen zu können.

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Aber wir erinnern uns an den Spruch sämtlicher Arbeiter auf die Frage ob es denn geht: "Muss" - und so MUSSTE es eben klappen, immer unter den wachsamen Augen der Bauleitung, denn man musste ja nicht unnötige Risiken eingehen...

Und so konnte dann bei einsetzendem Tauwetter der erste Beton fliessen! Auch eine Arbeit um die wir keinen beneiden - Tough Guys!!!

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Und als dann auch noch unsere Treppe, welche später den unteren und oberen Gebäudeteil miteinander verbinden sollte, eintraf, hatte man den Eindruck, daß hier wirklich ein Gebäude entsteht ;-) Unschwer zu erkennen, daß zu diesem Zeitpunkt dezente Minusgrade herrschten...

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Und trotzdem ging es weiter und mit der Wetterbesserung nahm schon bald unser Projekt die ersten plastischen Formen an:

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Das gute Wetter wurde prompt genutzt und die Arbeiten wären ein Fall für eine neue DMAX Sendung gewesen: Anstatt "Man VS Food" war "Man VS Machine" angesagt als der Estrich für den oberen Bereich geliefert wurde:

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Auf der Baustelle wimmelte es plötzlich vor Arbeitern die in aller Hergottsfrühe sich in den Beton stürzten. Nochmal: TOUGH GUYS!!!

Das Zwischenergebnis am späten Nachmittag war dann durchaus sehenswert und gab uns nochmal einen Schub da es nun immer mehr Anzeichen eines "echten Gebäudes" gab:

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Doch irgendwas fehlte, denn eigentlich sollte die ganze Nummer nachher spiegelglatt und fix und fertig sein - im Fachjargon "flügelgeglättet". Eine spezielle Harteinstreuung sollte zudem den Boden abriebfest machen, so daß auch mal Stapler oder andere Gerätschaften drüber düsen können ohne den Boden abzureiben...

Der Abend nahte und damit die Dunkelheit! Öhhhm... und kurz bevor wir die Baufirma aus dem Bett klingeln konnten, stand der Trupp Arbeiter mit dem Flügelglätter auf der Baustelle! Und das sollte jetzt im Dunkeln klappen? TATATATA, es wurde FLUTLICHT und schon wurde gearbeitet!

Und aus schrumpeligem und welligem Estrich...bau26

... wurde Schritt für Schritt ein popoglatter und knallharter Boden:
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Irgendwann gegen 2 Uhr Morgens war die Arbeit getan...
WIR SAGEN ES DOCH: Tough Guys!